Lumpi irgendwo in Lateinamerika

ja

Donnerstag, 28. Februar 2013

Que pasa aqui?

Fernab von WLAN im Sueden Perus geht es mir gut. Jetzt hab ich mich aufgerafft, bei der Hitze ins Cafe zu gehen.
Was passiert hier? 
Ich verbringe viel Zeit mit meiner Tochter, die echt immer happy ist und einen anstrahlt. Unglaublich. Essen, ein bissl furzen und viel Schlaf. Von der kann man echt was lernen. 
Bin gerade aus Chile zurueck gekommen, wo der Sprit fast so teuer ist wie bei uns. Einreise Chile im Auto: Auf dem Einreiseformular steht "Alemania"?! Dass es Oesterreich gibt und ein anerkannter Staat ist, wird an der Grenze auch nach eingehender Erklaerung gekonnt ignoriert. Eh wurscht... eh alles das Gleiche. 
Zwischen Chile und Peru herrschen 2 Std (!) Zeitunterschied, was bei mir zu einiger Verwirrung gefuehrt hat. Aber ich habs ueberlebt.

@ Verdauung wieder eine Geschichte:
Beeindruckend an mir selbst finde ich, wie lernresistent ich bin. 
Vor 3 Tagen - peruanischer Strand - 30° - gluehende Aequatorialsonne - kalter Pazifik - kaltes Bier. 
Nach einem entspannten Tag ab in so eine Huette, die nur von Lehm und Spagat zusammengehalten wird, und... natuerlich einen Riesenteller Meeresfruechte bestellt. Bin am Weg zum Klo (siehe Foto) an der "Kueche" vorbeigekommen, die ersterem gar nicht unaehnlich war. Naja, aber inzwischen vertrag ich das schon, dachte ich mir und bestellt hatte ich auch schon. Uebrigens - an der Klowand steht, dass man sich bitte nicht im Klo waschen soll. Danke fuer den Hinweis!! Fast haette ich ein Bad genommen...verfuehrerische Wellnessatmosphaere! Und das ist bitte das Frauenklo!
Also...es war auch ein herrliches Essen in grosser Gruppe im Sonnenuntergang, bis... die Nacht hereinbrach. Vorher erzaehlt man mir noch (nach dem Essen), dass sie hier - um zu sparen - oft einen billigen, weil halbgiftigen Fisch auch verwenden. Der war anscheinend dabei. Um zwei Uhr frueh wache ich auf und weiss in der Sekunde, dass ich diese Nacht kein Auge mehr zutun werden. Aber inzwischen bin ichs ja schon gewoehnt. Geplagt von Bauchkraempfen, die meiner Meinung nach Geburtswehen gleichkamen habe ich sehnlichst den Sonnenaufgang erwartet.
Was kann ich noch in der Schnelle erzaehlen?
Inzwischen dank Schnelldiaet ziemlich erschlankt. Das Geld in Chile ist aus Plastik und hat ein Fenster. Adios!

Freitag, 22. Februar 2013

REACTIVATED…

da fällt der Abschied schwer
 JOIN ME!

Nachdem ich dazwischen einen kleinen Kurztrip gar nicht beschrieben habe, geht’s jetzt wieder weiter. Wo bin ich? Welcome to da US and A: „Keep movin, Sir!“.

Ich sitz in Miami und habe 8 Std Zwischenaufenthalt. Hier war ich noch nie. War draussen frische Luft schnappen. Hat was von einem Musikvideo. Fette Autos, blauer Himmel, Latinos, 28°,…
In 2 Wochen habe ich wieder Transit über hier und in 4 Wochen bin ich dann ein Wochenende da. Zufällig ist WMC-Endwochenende. Hier herrscht gute Stimmung. Mehr Spanisch als Englisch, weniger streng als NY, weniger Kleidung als in Ö. 

--> genau wie im Video gehts auch am Flughafen zu. 

Um Mitternacht geht’s nach Lima, dann in der Früh weiter in den Süden. Heute um 5 aufgestanden, Schneefall. Aber britisch wie die Airline ist, sind wir doch geflogen. In London die letzten Österreicher verlassen.
In AA gestiegen (American Airlines). Alte Röhrenfernseher, ein gesprungenes Fenster, aber voll lässige, ältliche Stewardessen, wovon eine ihre Pension gefeiert hat und das ganze Flugzeug miteingebunden wurde. Amerikanisch, aber cool! Fast gecrasht beim Aufsetzen - da war der Pilot dann weniger lustig.
Ich berichte weiter… bin ein bissl fertig, but: "Welcome back!"

Montag, 29. Oktober 2012

Cartagenaaaaa!! AND dangerous night in Bello…

Ich sitze gerade im Flugzeug, im Anflug auf Panama City. Unter mir warten Dutzende Schiffe darauf den Kanal zu durchqueren. Die letzten 48 Std waren so vollgepackt mit Eindrücken. Ich habe Kolumbien von neuen, argen Seiten kennengelernt. Wahnsinn. Aber eins nach dem anderen.
Donnerstag Nachmittag von Medellin nach Cartagena geflogen. 17 Uhr. Ankunft und direkt durch die traumhafte Altstadt ins Cafe del Mar auf den alten Mauern der Spanier. 
Sonnenuntergang bei einem Caipirinha und warmen Meereswind neben spanischen Kanonen, im Hintergrund chillige Klänge. Herrlich! Pure Euphorie, dieser Ort, die Energie des Meeres und die Geschichte. Man sieht Sir Francis Drake und seine Piraten richtig am Horizont auftauchen.
 

Den ganzen Tag nichts gegessen und dann schon ganz gut drauf gehts weiter in die Salsabars Cartagenas. In den Strassen getanzt bis in den Morgen. Am nächsten Tag früh auf und mit dem Bus zu einer Fähre, dort übergesetzt auf die Isla Barú und dann mit dem Motorrad zu viert auf einem (ohne Helm) an den weissen Strand, den playa blanca. Dort entspannt bei Massage, Shrimps und Cabana. Ein Höhepunkt nach dem anderen, keine Leute, Sonnenuntergang, Rasta, Reggaemusic…. Friede und Harmonie pur.
 
Dann das GEGENTEIL!!
Samstag nacht. 23 Uhr. Ankunft Medellin. Letzte Nacht in Colombia.
Noch einmal was Wildes machen. Das wurde dann fast zu wild. Zur Erklärung: Medellin ist eine Wurst, die in einem Tal liegt. Vom Süden in den Norden wird es immer gefährlicher. Ich habe mich hauptsächlich im Süden aufgehalten, der mit den Wolkenkratzern und Einkaufszentren eher an ein in den Dschungel gebautes Beverly Hills erinnert. Nicht so vorgestern.
BELLO, ganz im Norden der Stadt. Tief. Kolumbianer warnen mich, dass es dort sehr gefährlich ist, dass sie dort nicht fortgehen würden. Und sie haben Recht! 
Ich gehe dort also fort. Kein einziger, ungelogen, kein einziger Gringo. Auf dem Weg hin schon den ersten Unfall gesehen. 3 auf einem Motorrad hats voll über die Kreuzung geschleudert. Alle ohne Helm. Alle stockbesoffen.

Ich gehe durch die Strassen von Bello, eine Bar neben der anderen, eine wilde Stimmung. Lautstärke: Maximum. Regeln: keine! Motorradgangs fetzen über Strassen und die Gehsteige, machen Wheelies man muss zur Seite springen. Bis zu 3,4 Leute auf einem Motorrad, alle gut im Öl. Die Strasse platzt aus allen Nähten vor tanzendem und betrunkenem Volk. Ich bin aufgefallen wie ein Gringo im Ghetto und habe schnell gemerkt, dass hier nicht viel Polizei zur Unterstützung ist. Souverän bleiben, ist die Devise. Den ärgsten Strassenzug hab ich dann gemieden, da ich dort schon ziemlich angestiegen wurde, hab mich dann in eine Salsabar begeben.
Um 2 Uhr kommt dann die Polizei mit Grossaufgebot und Waffen und schliesst das Viertel brutal. Sperrstund is. Aber ein Lokal übersehen sie komischerweise immer… I love Colombia! 

....and I already miss it!!
C ya soon!!

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Adios Medellin

Heute im jardin botanico:

Dort herrscht Liebe pur, physisch & psychisch. Unter jedem Baum ein Pärchen, das wild schmust. Hier muss wirklich niemand alleine sein. Ich sitze alleine unter so einem Riesenbaum und lese mein Buch, als sich plötzlich so ein kleiner 6-jähriger Typ in Schuluniform sich neben mich setzt. Woher ich bin, was man dort für eine Sprache spricht, waren so die Fragen. 
Botero
Plötzlich sind es 2, 3, 4, .....30 Kinder, die mich mit südamerikanischem Distanzgefühl (<0,1m) belagern. Jeder schüttelt meine Hand, stellt sich vor. Einer will mir gleich seine ältere Schwester vermitteln. Warum man da alleine sitzt, das können sie einfach nicht verstehen und so wollten sie mir gleich aushelfen. Die sind dann irgendwann abgezogen, ich bleibe zurück, lese weiter.
Lange hats nicht gedauert, ein Typ setzt sich neben mich und brät mich an, will mit mir in den Wald verschwinden. Das war dann das Zeichen, den Platz zu wechseln. Ich geh aufs Klo, voll stylish, mit Glas im Urwald. Plötzlich ein Typ pfeift, wollte auch was. Warum bitte nur Typen? Naja, wurscht.
da sitz ich grad
Es ist jetzt ziemlich alles erledigt in Medellin. Morgen fliege ich noch ein paar Tage nach Cartagena an die Karibikküste entspannen.Schau ma mal, ob sie mir diesmal wieder mein gesamtes Hab und Gut abnehmen und mich von der Last des Besitzes befreien.
 Hasta luego.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Medellin Part 2

Ich sitze auf der Bambusterrasse und es hat vor einer Minute angefangen, in Strömen zu regnen. 
Die größten Sünder treffen sich hier um noch einen Superlativ zu finden. Ich bin natürlich eher abseits, da ich arbeite und viel auf den Unis bin, aber ganz gehts doch nicht an mir vorbei. Heute mit der Seilbahn ins Viertel Santo Domingo geschwebt, wo sie die Bibliothek auf einen Abhang gebaut haben. War zwar schon einmal hier, aber jedesmal wahnsinnig beeindruckend. Hier hat jemand eine Idee und es wird gemacht.
Zum Beispiel haben sie durch das Armenviertel "Comuna 13" eine Rolltreppe gebaut, damit die Leute nicht mehr so viele Stiegen steigen müssen. Drüber führt eine andere Seilbahn. Vor einem Jahr ist bei einer Schiesserei in der "Comuna 13" ein Querschläger in die Gondel eingedrungen und hat einen Passagier getötet. Gewalt und Leid sind Teil der Kultur hier. Jeder hat einen Primo oder amigo, den sie abgeknallt haben.

Ich geh hier alle 3 Tage in ein Freiluftfitnessstudio trainieren mit den kolumbianischen Gangstern. Ich werd schauen, dass ich ein geiles Photo mit denen machen kann. Da wirkt man echt wie ein Lamperl daneben. Alle vernarbt, muskulös, schwarze Haut.
Auf den Wänden wird dem Leid ein Bild gegeben:
Heute war ich nördlich von Medellin in Bello, hab eine Familie kennengelernt, die mir genau von "la violencia" erzählt haben, wie das täglich Leben Anfang der 90er ausgeschaut hat. Heftig. Jede Nacht Bomben und Schiessereien. Bello ist noch ziemlich unsicher, aber ein aufstrebender Teil mit tollem Partytreiben ohne Gringos. Eine kolumbianische Partie und ich werden da nächstes Wochenende hinschauen.

Medellin... sin palabras

Es ist Samstag aben in Medellin/Kolumbien. Diese Stadt hat eine eigene Energie, die mich in den letzten Tagen so erfasst hat, dass ich kaum zum Schreiben komme. Traum und Alptraum liegen hier ganz nahe beieinander. Extremer Reichtum, Silikonbrüste, Oberflächlichkeit, Party, Gewalt, Armut usw.

Eine in den Dschungel gebaute Stadt. Crazy people everywhere. Das Land der Extreme. In den letzten 2 Jahren wieder ein bissl gefährlicher geworden. Wilde Grundstimmung. Vorgestern haben sie einen Gringo aus dem Kanalsystem gefischt.  Ohne Papiere, Zähne und Fingerkuppen. Gestern gabs 4 Tote bei einer Schiesserei. Man sieht viele Waffen, aber generell ist es friedlich, solange man Grenzen respektiert. Die Party ist der Hammer!
am Grab Pablo Escobars

Der Flug hierher war chaotisch. Die Maschine von Lima hatte 30 Min Verspätung und ich hatte in Bogota nur 50 Min bis zum nächsten Flug. Bogota pures Chaos. Ewige Schlangen. Schreierei. Nachdem man alle ignoriert, wird einem irgendeine Richtung zugeschrien, man rennt übers Flugfeld und plötzlich sitzt man im Flugzeug. Richtung Medellin hoffe ich. Ankunft. Leere Strassen. 

Ich schreib morgen weiter. Gotta go...

Dienstag, 16. Oktober 2012

heading Colombiaaaa...

Nach dem Berg habe ich 2 Tage gebraucht, um wieder auf die Höhe zu kommen. Man schätzt ein warmes Bett, Luft und warme Mahlzeiten und keinen Eiswind in der Ritze beim Klogang.

Hier gibts nicht viel fuer diesen Blog. Die letzten Tage berufliches und jeden Tag bei meiner Tochter, die praechtig gedeiht. Um ehrlich zu sein, mir faellt der Abschied sehr schwer, aber ich bin bald wieder da.

Heute um 6 Uhr früh habe ich meinen Vater verabschiedet und ich bin wieder ganz alleine. Ich fliege über Lima, Bogota nach Medellin und komme dort so um Mitternacht an. Nicht die beste Zeit für Kolumbien, aber was soll man machen.
alle Hände voll zu tun

Ich lese gerade das Buch „Killing Pablo“ über die Jagd auf Pablo Escobar und das Medellin-Kartell in den 80er,90ern. Ein Wahnsinnsbuch, liest sich wie ein Thriller. In Medellin war ich das letzte Mal vor 1,5 Jahren.